Thema : Ökologie
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Freitag, 3. November 2017 - 12:00

Ende Gelände: während der UN-Klimakonferenz

+++ english version below +++

Dieses Jahr leitet mit der Republik Fidschi ein pazifischer Inselstaat die UN Klimaverhandlungen, der akut vom steigenden Meeresspiegel bedroht ist. Doch nur 50 km vom Verhandlungsort entfernt, in den Kraftwerken des Rheinischen Reviers, wird weiter das Klima verheizt. Deshalb heißt es vom 3. bis zum 5. November, im Vorfeld des Weltklimagipfels (COP23) in Bonn wieder "Ende Gelände" - stoppt den fossilen Kapitalismus, den Rassimus, Sexismus und die Verschärfung sozialer Ungerechtigkeit.

Los geht es Freitagnachmittag, den 03.11., um 17 Uhr in Bonn: mit Trainings, einer EG Infoveranstaltung, sowie einem ersten Aktionsplenum. Am Samstag geht's dann in die Grube. Die Pacific Climate Warriors - eine Gruppe von Klima-Aktivist*innen von den pazifischen Inseln - werden Ende Gelände mit einer (legalen) Zeremonie unterstützen.

Für die Übernachtung organisieren wir Schlafplätze in Bonn und Köln (Infos folgen) - wenn ihr Schlafplätze stellen könnt, kommt auf uns zu. Es wird auch einen gemeinsamen Sammel- und lnfopunkt in Bonn geben, wir informieren euch rechtzeitig über den Ort! Ganz wichtig: Bitte plant so, dass ihr Sonntag erst möglichst spät bzw. erst am Montagmorgen wieder zurück fahrt.

Jetzt die Anreise planen!
Kommt am besten am Freitag, 3.11. in Bonn an und bleibt wenn möglich bis Montagmorgen, den 6. November. Es ist wichtig, dass ihr genug Zeit habt, euch in Plena, Trainings und mit Bezugsgruppenfindung auf die Aktion vorzubereiten - also reist Freitag so früh wie möglich an!
Wenn ihr schon vor Freitag anreisen könnt, um beim Aufbau des Aktionscamps zu helfen, meldet euch bei camp@eexnde-gelaendeex.org
Wer länger bleibt, kann noch den alternativen Klimagipfel "People's Climate Summit" (vom 3.-7.11.) besuchen.

Gemeinsame Anreise mit dem Bus
Aus verschiedenen Großstädten wird es Busse und Zugtreffpunkte geben. Erstmal müssen diese jedoch angemeldet und gebucht werden. Wer selbst einen Bus aus einer Stadt organisieren möchte, meldet sich bitte bei busmobexi@ende-gelaeexnde.org

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From 3rd to 5th November, in the run-up to the world climate conference (COP23) in Bonn, we say "Ende Gelände" - stop fossile capitalism, racism, sexism and the ongoing growth of social injustice!

Let us together make it clear for everyone: climate justice requires coal phase-out; it requires deep changes; and it requires our disobedience.

So motivate your friends and plan your Arrival: ideally, come on Friday Nov. 3 and stay until Monday morning, Nov. 6. You must have enough time to prepare for the action in plenary sessions, trainings and reference group meetings - so come on Friday as early as possible! Come even earlier and help us set up the action camp; or stay longer and attend the alternative climate conference "People's Climate Summit" (from 3.-7.11.) .

Travel by train
Purchase a trip to the station Bonn. From there you can take local transportation, or walk. Details about the meeting point will come soon.

Joint trip by bus
In several big cities there will be buses and train meeting points. But first they must be announced and booked. Whoever wants to organise a bus from a city please write to busmobexi@ende-gelaeexnde.org

Wir hoffen, dass die Aktion so groß, stark und inspirierend wird wie die letzten und versprechen, dass wir alles tun werden, um dabei zu sein oder eure Story zu verbreiten, wo auch immer wir sind.

Eins der Dinge, das uns internationale Klimagerechtigkeits-Aktivist*innen verbindet, ist unser Misstrauen und unsere Kritik an den UN-Klimagipfeln.

Wir wissen, dass sie bislang fast völlig irrelevant waren, denn sie haben keine nennenswerten Emissionsreduktionen herbeigeführt; wir wissen auch, dass sie stattdessen dazu beigetragen haben, Ungerechtigkeiten durch "falsche Lösungen" zu verschlimmern (Marktmechanismen, Emissionshandel und die wahnwitzige CO2-Kompensation).

Deswegen ist die Entscheidung von Ende Gelände so wichtig, weg vom Gipfel und dahin zu gehen, wo Klimaungerechtigkeit produziert wird: in die Kohletagebaue und zu den Kraftwerken.

Obwohl wir schon mitten im Klimachaos sind, das die ärmsten und chancenlosesten von uns am meisten trifft, wird es ein kleiner Trost sein zu hören, dass es Menschen von überall auf der Welt gibt, die für einen Kohleausstieg in Deutschland kämpfen.

Und so sehr wir auch den UN-Klimagipfeln misstrauen, sie sind die einzigen Momente, wo Menschen aus dem globalen Süden Druck auf die Regierungen des globalen Nordens ausüben können, damit sie die enormen Schulden gegenüber dem globalen Süden anerkennen und zurückzahlen.

So kritisch wir den Gipfeln auch gegenüberstehen - sie sind die Orte, an denen wir zusammen kommen und das Scheinwerferlicht, das die Medien auf das Klimathema werfen, nutzen können.
Liebe Freund*innen, wir applaudieren eurer Entscheidung, die Dynamiken um diese Gipfel herum zu ändern.

Klar zu machen, dass Deutschland NICHT der grüne Champion ist, der es vorgibt zu sein; dass Klimagerechtigkeit bedeutet, die Schulden gegenüber dem globalen Süden anzuerkennen; und am wichtigsten, dass wir anfangen müssen, Kohle und andere fossile Brennstoffe im Boden zu lassen - in Deutschland und überall.

Wir sehen uns in der Grube! - ENDE GELÄNDE!

Alberto Acosta, Ecuador
Nicola Bullard, Frankreich
Selçuk Balamir, Niederlande
Tetet Lauron, Philippinen
Brian Tokar, USA
Patrick Bond, Südafrika
Lidy Nacpil, Philippinen
Maxime Combes, Frankreich

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